Zwettl-Niederösterreich, Zisterzienserstift Zwettl Zurück

Kloster Kirche

Info

Am Silvestertag des Jahres 1137 gründete Hadmar I. aus dem bedeutenden Ministerialengeschlecht der Kuenringer das über einer bewaldeten, vom Kamp umflossenen Senke gelegene, ca. 3 km vom Waldviertler Hauptort Zwettl entfernte Zisterzienserstift. Er hatte im Traum von der Gottesmutter den Auftrag erhalten an diesem Wintertag nach einer grünenden Eiche zu suchen, die den Ort des neuen Konvents vorgeben sollte. Das intensiv geförderte Stift konnte bereits 1159 geweiht werden. Für die mittellterliche Bausubstanz ist jedoch der kontinuierliche Ausbau in spätromanisch-gotischer Zeit wesentlich. Aus dem 12. Jahrhundert stammt noch der vom Ostflügel des Kreuzganges zugängliche romanische Kapitelsaal, der mit seinem schweren Bandrippengewölbe über der mittleren Granitsäule als einer der ältesten der Zisterzienserarchitektur gilt. Der Ausbau der Klosteranlage erfolgte kontinuierlich. So stellt der 1210 begonnene und spätestens um 1240 vollendete reizvolle Kreuzgang eines der Erstlingwerke der frühgotischen Architektur in Österreich dar. Durch die Verwendung verschiedener Steinsorten und die wechselnden Detailformen an den Säulchen und Bögen wird ein lebhaftes Gliederungssystem geschaffen. Um den Kreuzgang ist der mittelalterliche Konvent mit seinen Regularräumen gruppiert. Als besondere Rarität ist dabei die romanische, über dem vorbeigeleiteten Mühlbach errichtete Latrinenanlage zu nennen. Anstelle des früheren Ostabschlusses wurde an das romanische Langhaus der Stiftskirche Mariae Himmelfahrt ab 1343 der kunsthistorisch höchst bedeutendde gotische Umgangschor mit Radialkapellen angebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das mittelaterliche Kloster mit barocken Trakten erweitert. Davon ist beispielhaft die 1730-32 von Josef Mungggenast erbaute und mit den Herkules-Fresken Paul Trogers ausgestattete Bibliothek zu nennen. Zum hochbarocken Ausbau unter Abt Michael Zaunagg gehört auch der Westteil der Kirche mit dem von Matthias Steinl dynamisch konzipierten, von Josef Munggenast ausgeführten, weithin sichtbaren, mit Figuren der Stifter und des Ordensgründers besetzten Fassadenturm.

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Region Niederösterreich

Im Herzen Europas und immer wieder Grenzgebiet: Niederösterreich zog schon immer Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte und ein überaus reiches Kulturerbe sorgten. Die Palette reicht dabei von klein und alt wie der Venus von Willendorf zu groß und modern wie dem Landhausviertel und dem Kulturbezirk in St. Pölten, der jüngsten Landeshauptstadt Europas. Niederösterreichs besondere geographische Lage brachte aber nicht nur ein reiches Kulturerbe hervor, sondern dank des Zusammentreffens von alpinen und pannonischen, nord- und südeuropäischen Klimazonen auch eine unvergleichliche Vielfalt von Landschaftstypen. Auwälder und Steppen, Almen und Seen, Schluchten und Hügellandschaften, Flusstäler und Moore: Auf so dichtem Raum finden in Europa wohl nirgends so viele Landschaften harmonisch zusammen. Das Land an der Donau präsentiert sich als landschafltich reizvolles und kulturell sehenswertes Urlaubsland!

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