Lilienfeld, Zisterzienserstift Lilienfeld Zurück

Kloster Kirche

Info

Stift Lilienfeld an der Traisen im niederösterreichsichen Alpenvorland gelegen, gehört zu den bedeutendsten Denkmälern mittelaterlicher Baukust in Österreich und stellt eine der größten, in ihren ursprünglichen Formen und wesentlichen Substanz - trotz mancher vor allem frühbarockerer Erweiterungen und Adaptierungen - erhaltene, zisterziensiche Klosteranlage in Mitteleuropa dar. Das vom Babenberger Herzog Leopold VI. 1202 gegründete Kloster wurde um 1230 fertig gestellt, mit dem Weihedatum der Stiftskirche Mariae Himmelfahrt Kirche 1263 war wohl auch deren Bau weitgehend abgeschlossen. Die am Übergang von Romanik zur Frühgotik enstandenen Klostertrakte und die Stiftskirche folgen dem inhaltlichen und formalen Vorgaben der Zisterzienserarchitektur und stellen ein Höchstmaß an künstlerischer Erfüllung des durch die Ordensregel vorgebenen Schemas dar. Der Kernbreich mit Kirche, Kreuzgang und den mittelalterlichen Regularräumen wird großteils von Bauten des 17. Jahrhunderts mit vereinheitlichten Fassaden umschlossen. Die Kirche bietet ein architektonisches Erlebnis ersten Ranges. Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit ihren großzügigen Dimensionen ist die größte Kirche Niederösterreichs von überwältigender harmonischer Wirkung aller Bauteile, die auf dem präzisen Einsatz der mittelalterlichen Bauformen beruht. In der Verbindung des rechteckig abgeschlossenen Umgangschores und des Polygon des Binnenchores stellt sie eine konzeptuelle Neuerung in der Zisterzienserarchitektur dar. Vor dem Hochaltar mit dem Monumentalgemälde Mariae Himmelfahrt von Daniel Gran von 1745 befindet sich der Kenotaph des Stifters, des 1230 verstorbenen Babenberger Herzog Leopold VI. Bemerkeswert ist der wohl unter burgundisch-südfranzösischen Einfluss in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffene Kreuzgang. Seine reizvollen, drei- und vierteiligen Fensterarkaturen werden von eingestellten Säulchen gegliedert, deren wechslende Farbigkeit zusammen mit den skulpturalen Details eine lebhafte plastische Wirkung und ein stimmungsvolles Lichtspiel erzeugen.

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Region Niederösterreich

Im Herzen Europas und immer wieder Grenzgebiet: Niederösterreich zog schon immer Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte und ein überaus reiches Kulturerbe sorgten. Die Palette reicht dabei von klein und alt wie der Venus von Willendorf zu groß und modern wie dem Landhausviertel und dem Kulturbezirk in St. Pölten, der jüngsten Landeshauptstadt Europas. Niederösterreichs besondere geographische Lage brachte aber nicht nur ein reiches Kulturerbe hervor, sondern dank des Zusammentreffens von alpinen und pannonischen, nord- und südeuropäischen Klimazonen auch eine unvergleichliche Vielfalt von Landschaftstypen. Auwälder und Steppen, Almen und Seen, Schluchten und Hügellandschaften, Flusstäler und Moore: Auf so dichtem Raum finden in Europa wohl nirgends so viele Landschaften harmonisch zusammen. Das Land an der Donau präsentiert sich als landschafltich reizvolles und kulturell sehenswertes Urlaubsland!

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