Geras, Prämonstratenser-Chorherrenstift Geras Zurück

Kloster

Info

Von Befestigungsmauer umgebene, um drei Höfe gruppierte Klosteranlage, die ihr heutiges Erscheinungsbild vor allem barocken Bautätigkeiten des 17. und 18. Jahrhunderts verdankt. Das Prämonstratenser Chorherrenstift wurde um 1153 von Ekbert und Ulrich II. von Pernegg zusammen mit dem Chorfrauenstift Pernegg als Doppelkloster gegründet und mit Mönchen aus dem böhmischen Kloster Seelau besiedelt. Seiner Grenznähe verdankt Geras steten Kontakt mit den Nachbarländern Böhmen und Mähren. Oftmalige Zerstörungen durch kriegerische Auseinadersetzungen, so im Kriege zwischen Rudolf von Habsburg und Ottokar Premysl und in den Hussitenkriegen, Türkenkriege und Reformation brachten das Stift in Bedrängnis, die in den Verwüstungen durch die Mansfeldschen Truppen 1619/20 gipfelten. Von Kloster Strahov unterstützt, konsolidierte sich das Kloster in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Abt Johannes Westhaus und wurde zur frühbarocken Anlage ausgebaut, der der Baumeister Josef Munggenast 1736 bis 1740 mit dem dreiflügeligen, nach N zur Landschaft offenen Neugebäude ein hochbarockes Gepräge verlieh. Über die Halle des dreiachsigen Portalrisalits führt die Fesstiege zum prächtig ausgestatteten Marmorsaal (auch Sommerrefektorium) mit dem von Paul Troger 1738 gemalten Deckenfresko der wunderbaren Brotvermehrung. Die dezentral situierte, mit ihrer Nordseite an den Kreuzgang anschließende, 1160 geweihte Stiftskirche Mariae Geburt ist in ihrer Grundsubstanz eine dreischiffige romanische Basilika, die um die Mitte des 17. Jahrhunderts und nach dem Kirchenbrand von 1730 barockisiert wurde. Der in die Südwestecke eingestellte Fassadenturm ist 1663 bezeichnet. Das ursprünglich flach gedeckte romanische Langhaus wurde um 1645 mit einer seichten Spitztonne eingewölbt und um 1770 von Franz Zoller mit Szenen aus der Lauretanischen Litanie und marianischen Motiven bemalt.

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Region Niederösterreich

Im Herzen Europas und immer wieder Grenzgebiet: Niederösterreich zog schon immer Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte und ein überaus reiches Kulturerbe sorgten. Die Palette reicht dabei von klein und alt wie der Venus von Willendorf zu groß und modern wie dem Landhausviertel und dem Kulturbezirk in St. Pölten, der jüngsten Landeshauptstadt Europas. Niederösterreichs besondere geographische Lage brachte aber nicht nur ein reiches Kulturerbe hervor, sondern dank des Zusammentreffens von alpinen und pannonischen, nord- und südeuropäischen Klimazonen auch eine unvergleichliche Vielfalt von Landschaftstypen. Auwälder und Steppen, Almen und Seen, Schluchten und Hügellandschaften, Flusstäler und Moore: Auf so dichtem Raum finden in Europa wohl nirgends so viele Landschaften harmonisch zusammen. Das Land an der Donau präsentiert sich als landschafltich reizvolles und kulturell sehenswertes Urlaubsland!

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