Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg Zurück

Kloster

Info

1112 gründete der Passsauer Bischof Ulrich ein Kloster für Augustiner-Chorherren im Mündungsgebiet der Traisen in die Donau. Wegen steter Überschwemmugsgefahr wurde diese dem hl. Georg geweihte Stiftung 1244 nach Herzogenburg, das seinen Namen der von den bayerischen Herzögen Wilhelm II. und Engelschak I. erbauten Burg verdankt, verlegt. Diese spätromanisch-frühgotische Anlage, von der sich einige Bauteile erhalten haben, wurde trotz durch die Reformation bedingten Krisen kontinuierlich bis ins 17. Jahrhundert ausgebaut und erweitert. Unter Propst Wilhelm Schmerling wurde 1714 der Grundstein zum weitgehenden Neubau gelegt. Die Vorgängerbauten wurden großteils demoliert, die Klosterkirche sollte vorerst erhalten werden. Mit der Planung und Bauführung wurde der Baumeister Jakob Prandtauer beauftragt. Das Kloster sollte als regelmäßige, zweihöfige Anlage konzipiert werden. Der Osttrakt des inneren Stiftshofes wurde in Abweichung vom ursprünglichen Konzept von Johann Bernhard Fischer mit einem monumentalen Festsaalrisali aufgeführt. Nach Prandtauers Tod 1726 führt Josef Munggenast den Neubau des Klosters – der zweite Hofe wurde an der Wetseite nicht geschlossen – 1740 zu Ende. 1743 bis 1748 wurde die Stiftskirche Hll. Georg und Stefan durch Franz Munggenast weitgehend neu erbaut. Ihre gestaffelten Volumina verleihen Lebendigkeit, die vom eigenwilligen, an Formen Borrominis gemahnenden Abschluss des Westturmes von 1765 aufgenommen wird. Räumlich stellt die Kirche eine Verschmelzung eines einschiffigen Langhauses mit einem überkuppelten Zentralraum dar. Die gestaffelte Raumfolge und die eingezogene Wandgliederung verleihen einen kulissenhaften Effekt, der durch die farblich intensive Dekorations- und Architekturmalerei betont wird. Die Chorfresken stammen von Daniel Gran, der 1746 auch das Hochaltargemälde mit der Gottesmutter und den Kirchenpatronen Hll. Georg und Stefan schuf, die Langhausfresken von Bartolomeo Altomonte.

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Region Niederösterreich

Im Herzen Europas und immer wieder Grenzgebiet: Niederösterreich zog schon immer Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte und ein überaus reiches Kulturerbe sorgten. Die Palette reicht dabei von klein und alt wie der Venus von Willendorf zu groß und modern wie dem Landhausviertel und dem Kulturbezirk in St. Pölten, der jüngsten Landeshauptstadt Europas. Niederösterreichs besondere geographische Lage brachte aber nicht nur ein reiches Kulturerbe hervor, sondern dank des Zusammentreffens von alpinen und pannonischen, nord- und südeuropäischen Klimazonen auch eine unvergleichliche Vielfalt von Landschaftstypen. Auwälder und Steppen, Almen und Seen, Schluchten und Hügellandschaften, Flusstäler und Moore: Auf so dichtem Raum finden in Europa wohl nirgends so viele Landschaften harmonisch zusammen. Das Land an der Donau präsentiert sich als landschafltich reizvolles und kulturell sehenswertes Urlaubsland!

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