Herzogenburg, Maria Ponsee, Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Geburt

Info

Im Jahre 1308 schenkten die Brüder Gundakar und Wernhard Pogger zu Rußbach dem Stift Herzogenburg die Kirche und das Gut Ponsee. Damit scheint die Pfarrerrichtung zusammenzuhängen, da schon 1329 zur Pfarrkirche eine Schenkung gemacht wurde. 1329 wird erstmals von einem Marienheiligtum in Ponsee berichtet.

Die Pfarre dürfte nie sehr groß gewesen sein und ging schließlich in den Wirren der Reformationszeit im 16. Jh. unter. Sie blieb bis 1783 Filiale der Pfarrkirche Reidling, ebenfalls eine Stiftpfarre von Herzogenburg. Unter Kaiser Joseph II. wurde 1783 die Pfarre wiedererrichtet.

Aus einer kleinen romanischen Kirche, die im 13. Jh. errichtet wurde, entstand durch mehrere Umbauten im Laufe der Zeit eine dreischiffige barocke Kirche. Die Außenmauern und der Turm tragen heute noch die Grundelemente der romanischen Bauweise. Der gedrungene, im Untergeschoß quadratische, im Obergeschoß ins Achteck übergehende und mit einer achteckigen Steinpyramide abgeschlossene Turm gibt dem ganzen Bau einen malerischen Akzent.

Unter Propst Wilhelm Schmerling wurde die Kirche 1716 vergrößert und der Pfarrhof ausgebaut, der den Herzogenburger Pröpsten zeitweilig als Sommersitz diente.

Die Barockisierung der Kirche wird Jakob Prandtauer zugeschrieben. Im Deckengewölbe der Apsis befindet sich ein reicher spätbarocker Bandlwerkstuck mit Marienemblemen.

Verehrt werden in Maria Ponsee die Gnadenstatue auf dem Hochaltar „Maria zu den Sieben Linden“ und die „Waldmutter“. Dieses Gnadenbild befindet sich heute auf dem Seitenaltar neben dem Eingang in die Pfarrkirche. Geweiht ist die Kirche dem Fest „Mariä Geburt“ (8. September).

Der Beginn der Wallfahrt lässt sich heute nicht mehr genau datieren.
Die bereits im 17. Jh. nach Maria Ponsee geführten Wallfahrten wurden nach dem 2. Weltkrieg wieder belebt.

Seit dem 9. September 1950 trägt der Ort offiziell den Namen „Maria Ponsee“.

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